Home

Technische Daten JTC VideoShot V6

Geschrieben in Allgemein von Michael am 17 März 2008

Heute hat unsere Sohn den digitalen Camcorder JTC VideoShot V6 bei Real gekauft. Weil ich im Vorfeld dieses Kaufs keine ausführlichen Daten zu diesem Gerät im Internet finden konnte, liste ich hier jetzt die technischen Daten auf.

  • Bildsensor: OmniVision 5.17 Megapixel 1/2,5″ CMOS Sensor
  • Bildauflösungen: 4000 x 3000 (12M) / 2592 x 1944 (5M), 2048 x 1536 (3M) / 1280 x 960 (1M)
  • Videoauflösung: 640 x 480 (VGA) / 320 x 240 (QVGA) @ max 30 fps mit Audio
  • LCD-Display: 2,4″ Color TFT (480 x 234 Pixel)
  • Sprachen: englisch, deutsch, französisch, italienisch, spanisch, japanisch, chinesisch
  • Eingebautes Mikrofon: ja
  • Eingebauter Lautsprecher: ja
  • Interner Speicher: 16 MB NAND Flash Memory
  • Digital Zoom: 4-fach
  • Objektiv: f=7.5 mm, F 3.1
  • Schärfebereich: 1,5 m – unendl., Makro: 15 – 16 cm
  • Schärfeeinstellung: manuell
  • Verschlussgeschw.: 1/4 – 1/2000 Sek.
  • Empfindlichkeit: ISO 100
  • Weißabgleich: Auto/Sonne/Wolken/Glühbirne/Leuchtstoffröhre
  • Blitz: bis 1m, auto/off
  • Selbstauslöser: 10 / 20 Sekunden Verzögerung
  • Speichermedium: SD-Card oder MMC-Card bis 4 GB (nicht im Lieferumfang)
  • Video-Out: PAL / NTSC
  • PC-Schnittstelle: USB 2.0
  • Foto-Dateiformat: JPEG / EXIF 2.2
  • Video-Dateiformat: Motion-JPEG (AVI)
  • Stromversorgung: 4 Stück Mignon Alkalibatterien (LR03), oder 4 Stück NiMH Akkus AAA-Format
  • Gewicht: 136 gr
  • Software: NewSoft Presto! Mr. Photo, Presto! Video Works, USB-Treiber
  • Lieferumfang: Kamera, 4 Alkalibatterien, USB/AV-Kabel, Tasche, CD, Anleitung (de/en) 75 Seiten je Sprache
  • weitere Angaben auf der Packung: www.jay-tech.de, Art-Nr 7700 6409

Insgesamt macht die Kamera auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Schwachpunkte: kein eingebauter Akku. Eine Speicherkarte muss zusätzlich erworben werden. Wer auf Dauer die Kosten für Batterien sparen will, sollte NiMH-Akkus und ein Ladegerät zukaufen.

Mit Fritz!Box VOIP über Kabel-Deutschland

Geschrieben in Fritz-Box,VOIP von Michael am 16 März 2008

Die gute Nachricht: es geht. Die schlechte Nachricht, es geht nicht mit den Telefonkanälen von Kabel-Deutschland.

Vor dem Wechsel zu Kabel-Deutschland waren wir DSL-Nutzer mit einem Vertrag bei 1&1 und ISDN-Nutzer über die Telekom. In dieser Konstellation hatten wir 4 von unseren ISDN-Nummern so eingerichtet, dass die eingehenden Gespräche zwar weiterhin über die Telekom kamen, aber die rausgehenden Gespräche per VOIP über 1&1 gelaufen sind. Zusätzlich war im 1&1 Angebot die Möglichkeit enthalten 4 reine VOIP-Nummern von 1&1 zu erhalten. Das haben wir auch genutzt. So hatten wir 8 Nummern, mit denen wir über 1&1 raustelefonieren konnten und die mit der 1&1-Telefonflatrate abgedeckt waren. Bei 4 von den Nummern kamen die Gespräche von außen über das Telekom-ISDN und für 4 Nummern kamen die Gespräche über 1&1 per VOIP. Das hat in den letzten Monaten auch problemlos funktioniert.

Eins ging aber nicht, Faxe versenden über die VOIP-Leitungen. Faxe sind eben nicht „Voice“, die Komprimierungen und Verzögerungen, die Sprache nicht stören, machen aber das Faxen praktisch unmöglich. Das ist für uns aber nicht schlimm, weil das Faxen immer weniger wird zu Gunsten von Emailanhängen, und weil man wunderbar seinen verbleibenden Faxverkehr z.B. über WEB.DE abwickeln kann, ganz ohne eigenes Faxgerät. Wir haben unser Faxgerät inzwischen abgebaut und verschrottet.

Seit Ende Februar sind wir Kabel-Deutschland-Nutzer inzwischen komplett mit Internet und Telefon. Da unsere Vertragsbindung bei 1&1 allerdings erst in ein paar Monaten abläuft, haben wir weiterhin einen laufenden Vertrag mit 1&1, den wir leider solange auch noch bezahlen müssen. Mit dem Wechsel zu Kabel-Deutschland haben wir auch die Fritz!box vom DSL und ISDN abgeklemmt und an das Kabelmodem angeschlossen (Links zu meinen Berichten dazu stehen unten). Weil zunächst von Kabel-Deutschland nur der Internetanschluss geschaltet wird, und die Kündigung des alten Telefon-Vertrags erst danach stattfindet, funktionierte tatsächlich ohne jegliche Änderungen an den VOIP-Einstellungen der Fritz!Box das Telefonieren über die VOIP-Verbindungen von 1&1 weiter. Es ist also, wie eigentlich zu erwarten war, völlig egal, ob man die 1&1-VOIP-Verbindungen über den 1&1-DSL-Anschluss, oder über den Internetanschluss von Kabel-Deutschland nutzt.

Zusätzlich habe ich auch noch einen kostenlosen Sipgate-VOIP-Account eingerichtet, auch der funktioniert problemlos über Kabel-Deutschland.

Was allerdings ganz klar nicht möglich ist, ist die Nutzung der zwei Gesprächskanäle von Kabel-Deutschland direkt digital über die Fritz!Box. Kabel-Deutschland bindet zwar die beiden Analog-Ausgänge an dem Kabelmodem per VOIP an das Telefonnetz an, aber die verwenden, wie ich gelesen haben, dazu nicht das SIP-Protokoll und rücken auch keine Zugangsdaten raus. An die Flatrate von Kabel-Deutschland kommt man also nur ran, wenn man sich an die beiden Analoganschlüsse am Kabelmodem ranhängt. Einen davon haben wir mit der Fritz!Box verbunden und die Fritz!Box auf analog umgestellt. Das funktioniert, siehe den Link unten.

Schön ist das aber nicht. So telefonieren wir hausintern per ISDN/DECT, wandeln das in der Fritz!box nach analog, und im Kabelmodem wieder nach VOIP. Und das nur für den einen Telefoanschluss. An dem anderen haben wir ein analoges DECT-Telefon hängen. Die VOIP-Anschlüsse sprechen wir auch über internes ISDN + DECT an.

Was machen wir, wenn in ein paar Monaten der 1&1-Vertrag ausläuft? Aus heutiger Sicht werden wir einen Sipgate-Plus-Vertrag mit Flatrate für 10,80 Euro im Monat abschließen und unsere 1&1-VOIP-Nummern dort hin portieren. Das geht, ich habe mich bei Sipgate informiert. Dann zahlen wir für diese 4 Nummer 10,80 Euro, statt jetzt noch die 29,90 Euro aus dem 1&1-Vertrag. (siehe neuen Beitrag)

Dann haben wir zukünftig 6 rausgehende Nummern, 2 über die beiden Analoganschlüsse von Kabel-Deutschland und 4 über VOIP bei Sipgate. Auf die beiden Analoganschlüsse würde ich sogar verzichten, wenn dafür der Kabel-Deutschland-Vertrag ein paar Euro günstiger werden würde, das ist aber nicht vorgesehen. Somit haben wir dann zukünftig 2 Flatrates, was zwar ein bisschen blöd ist, aber es ist immer noch billiger als die bisherige Lösung mit 1&1 + Telekom-ISDN, und gleichzeitig ist das Internet auch noch viiiiiel schneller.

Hier die Links zu meinen anderen Beiträgen zum Thema:

Kabel-Deutschland Telefon über Fritz!Box

Geschrieben in Fritz-Box,VOIP von Michael am 15 März 2008

Nachdem die Schaltung unseres Internet-Anschlusses zu Kabel-Deutschland problemlos gelaufen ist (siehe mein Bericht hier), wurde bei Kabel-Deutschland sofort die Kündigung unseres Telekom-ISDN-Anschlusses an die Telekom abgesandt. Schon zwei Tage später kam die Kündigungsbestätigung der Telekom bei uns an. Darauf war zu erkennen, dass alle 8 Nummern unseres ISDN-Anschlusses gekündigt sind, und dass die Telekom für die Mitnahme der ersten Nummer 8,10 Euro berechnet, und für die Mitnahme jeder weiteren Nummer 0,42 Euro berechnet. Aus der Kündigungsbestätigung ist nicht zu erkennen, welche Nummern mitgenommen werden sollen. Die Anzahl hat aber gestimmt, denn wir wollten von unseren 8 MSNs nur 2 mitnehmen.

Dann hat es gerade mal 2 Wochen gedauert, bis ein Schreiben von Kabel-Deutschland eingetroffen ist, in dem die Umschaltung der Telefonnummern für den nächsten Tag (zwischen 6 und 18 Uhr) angekündigt worden ist. Auf diesem Schreiben stand jetzt konkret drauf, welche Nummern mitgenommen werden. Und da gab es ein böses Erwachen, die eine Nummer war richtig, die andere Nummer war nicht richtig, es war eine unserer MSNs, die wir nicht mitnehmen wollten. Viel schlimmer aber ist, dass die Nummer, die wir statt dessen mitnehmen wollten, nicht mit dabei war und genau die steht auf meinen Visitenkarten drauf.

Zunächst habe ich nachgesehen, ob ich aus der Auftragsbestätigung erkennen kann, ob da schon ein Fehler zu sehen ist. Ich habe den Wechsel über die Webseiten von Kabel-Deutschland beantragt. Auf dieser Webseite konnte man ganz wunderbar die einzelnen zur Mitnahme gewünschten MSNs eingeben und sogar gleich die gewünschte Zuordnung zu den beiden Anschlüssen am Kabelmodem vorgeben. Am Ende der Webbeantragung konnte ich mir eine Auftragsbestätigung ausdrucken, auf der aber leider nicht die Telefonnummern mit erscheinen. Somit habe ich keinen Beweis für meine richtige Eingabe.

So habe ich bei Kabel-Deutschland angerufen, am Abend vor der Umschaltung. Da hat man sich mein Problem angehört und ohne Widerspruch den Wunsch entgegengenommen, die wichtige fehlende Nummer nachträglich noch von der Telekom zu holen. Man konnte dort auch nicht nachvollziehen, welche Nummer ich eigentlich zur Mitnahme beantragt habe (oder man konnte es vielleicht doch, und wollte den Fehler nicht zugeben?). Allerdings wird dieser Versuch sicher etwas Zeit brauchen, in der meine wichtig Nummer nicht funktioniert, sehr ärgerlich.

Jedenfalls wurde im Laufe des nächsten Tages die Umschaltung durchgeführt, der ISDN-Anschluss wurde totgelegt und die im Schreiben von KD angekündigten Nummern wurden auf das Kabelmodem geschaltet. Das ging dann wieder völlig problemlos.

Jetzt kam die Umstellung der Fritz!Box. Bisher war der Telefoneingang der Fritz!Box mit dem Ausgang des ISDN-NTBA verbunden. Die Verbindung musste jetzt vom NTBA ab und in den einen Telefonanschluss des Kabelmodems rein. Zum Glück hatte ich die Schachtel meiner Fritz!Box 5050 über die Jahre aufgehoben, mit allen übriggebliebenen Teilen drin. Denn für die Verbindung einer Fritz!Box 5050 oder 7050 an einen Analoganschluss kann man kein normales Kabel verwenden. Für die 5050 und die 7050 wurde ein spezieller Adapter mitgeliefert, der aus einem RJ45 Stecker einen TAE-Stecker macht, aber mit ganz besonderer PIN-Belegung, denn die Analogsignale müssen auf den äußerten PINs (PIN 1 und 8 ) des RJ45-Kabels in die Fritz!Box gehen. Der TAE-Stecker ist zwar schon der richtige Schritt in Richtung Analoganschluss, aber es braucht noch den zweiten mitgelieferten Adapter um aus dem TAE-Stecker ein RJ11-Stecker zu machen. Der passt dann in die Telefonbuchsen des Kabelmodems, und so funktioniert es dann auch. Wer keine Lust hat auf diese hundert Adapter zwischen Kabelmodem und Fritz!Box, muss ich ein Kabel selbst konfektionieren, auf der einen Seite einen RJ45-Stecker mit den zwei Andern in PIN 1 und 8 (ganz außen), und auf der anderen Seite einen RJ11-Stecker belegt mit den beiden mittleren Kontakten. Ich weiß allerdings nur, dass das für die Fritz!Boxen 5050 und 7050 gilt.

Jetzt kommt noch eine Umkonfiguration der Fritz!Box. Im Menü „Einstellungen/Telefonie/ISDN-Geräte“ muss der Tab „Festnetznummern“ ausgewählt werden. Ich musste dort erst alle MSNs löschen und „Übernehmen“ anklicken, bevor ich erfolgreich auf „Analoganschluss“ umstellen konnte. Dort muss dann auch die erste Telefonnummer des Ausgangs des Kabelmodems eingetragen. Ich habe dann die Fritz!Box vorsichtshalber mal rebootet, damit sie alles zum Thema ISDN-Eingang vergisst, und fertig war die Sache. Ich habe an dem internen S0-Anschluss ein ISDN-Telefon hängen, dass bisher auf die Nummer gehört hat, die jetzt die analoge Nummer geworden ist. Und tatsächlich musste ich am ISDN-Telefon nichts ändern. Der Analog-Anschluss wird dem ISDN-Telefon als ISDN-MSN angeboten, als wäre alles beim Alten.

An den zweiten Analog-Anschluss des Kabelmodems habe ich das analoge Schnurlostelefon angeschlossen, dass mir Kabel-Deutschland als Geschenk zugesandt hat. Es kam wenige Tage nach dem Besuch des Technikers für die Internetschaltung. Es ist das ziemlich billige Siemens AS140. Die Anzeige von dem Teil ist der letzte Heuler, aber es funktioniert erst einmal.

Hier nochmal ein paar Informationen zum Kabelmodem: Auf jeden der zwei Telefonanschlüsse des Kabelmodems können bis zu drei Telefonnumern geschaltet sein. Dann kommen für jede dieser drei Nummern die Gespräche auf diesem Anschluss an. Da es sich um einen Analoganschluss handelt, ist aber nicht erkennbar, welche der Nummer vom Gegenüber verwendet wurde. Beim Raustelefonieren wird immer die als erste Nummer des Anschlusses definierte Nummer gesendet und beim Gegenüber angezeigt. Welche Nummer auf welchem der beiden Anschlüsse eingehen soll, und welche dieser Nummern jeweils die erste Nummer sein soll, kann auf der Webseite von Kabel-Deutschland selbst konfiguriert werden. Dort eingegebene Änderungen werden allerdings nicht online ausgeführt, sondern irgendwann später. Es wird ein Hinweis angezeigt, dass es 3-5 Tage dauern kann, bis die Änderungen ausgeführt werden. Ich habe ein Änderung am Abend eingegeben, der nächste Tage war ein Arbeitstag, dort wurde er im Laufe des Tages ausgeführt, also innerhalb eines halben Tages.

Mein Fazit dieser Aktion: Technisch hat alles gelappt, alles funktioniert auf Anhieb und bisher auch zur vollen Zufriedenheit. Aber sehr ärgerlich ist dieses Missgeschick von Kabel-Deutschland mit der Mitnahme der falschen MSN. Dazu gebe ich heute den Tipp: Entweder vorsichtshalber alle MSNs mitnehmen (maximal 5), dann sich die wichtigen dabei. Das kosten nur ein paar Cent mehr bei der Telekom. Oder direkt nach der Antragstellung bei KD noch einmal telefonisch nachfragen, ob die richtigen Nummern zur Mitnahme vorgemerkt sind. Die Mitnahme wird erst in die Wege geleitet, wenn der Techniker den Internetanschluss erfolgreich eingerichtet hat, so sind also ein paar Wochen zwischen Antragstellung und Schaltung Zeit, die richtige Mitnahme abzusichern, vielleicht sogar extra schriftlich bestätigen zu lassen.

Ich werde jetzt mal sehen, ob ich die eine Nummer noch nachträglich geschaltet bekomme, wäre wirklich ärgerlich, wenn nicht. Ich habe leider keinen schriftlichen Beweis, dass Kabel-Deutschland Mist gemacht hat.

Hier die Links zu meinen anderen Beiträgen zum Thema Kabel-Deutschland:

Kabel-Deutschland über Fritz!Box

Geschrieben in Fritz-Box,Internetzugang von Michael am 24 Februar 2008

Nachdem wir erfolgreich und völlig reibungslos einen Internet-Zugang von Kabel-Deutschland erhalten haben (siehe hier), beschreibe ich in diesem Bericht, was einem passieren kann, wenn man die aus der DSL-Zeit vorhandene Fritz!Box für die Anbindung von PCs und Telefonen an dem neuen KD-Internet-Anschluss weiter verwenden möchte.

Eigentlich ist der Schritt nicht so kompliziert, und von AVM auch schon in den Fritz!Boxen vorgesehen. Prinzipiell wird das in der Fritz!Box eingebaute DSL-Modem außer Betrieb genommen und stattdessen das Kabelmodem als externes Modem angeschlossen. Ich habe eine Fritz!Box mit zwei LAN-Ports (Model 5050), bei der durch die Umstellung das LAN-Port A zum WAN-Port wird, an das das Kabelmodem angeschlossen wird, und nur noch das LAN-Port B für die interne Vernetzung verwendet werden kann. Am LAN-Port B können natürlich weiterhin über zusätzliche Switches viele lokale Geräte angeschlossen werden. Der DSL-Eingang ist nun nicht mehr angeschlossen (bei der 5050 sind DSL und Telefon-Eingang noch getrennt, später hat AVM das Y-Kabel eingeführt, dass DSL- und Telefoneingang auf einen Stecker zusammenführt).

Mit unserem Wechsel zu Kabel-Deutschland werden wir mit etwa 4 Wochen Verzögerung auch unsere ISDN-Telefonnummern zu Kabel-Deutschland wechseln. Der dann noch nötige Umbau hierzu liegt noch vor uns. Ich werde ihn gesondert beschreiben. (siehe unten)

Die Umstellung der Fritz!Box geschieht recht einfach per Weboberfläche der Fritz!Box. Zunächst auf der Seite Einstellungen/System/Ansicht den Expertenmodus aktivieren. Dann auf die Seite Einstellungen/Internet/Zugangsdaten folgende Einstellungen vornehmen:

  • Anschluss: Internetzugang über LAN A
  • Betriebsart: Internetverbindung selbst aufbauen (NAT-Router mit PPPoE oder IP)
  • Zugangsdaten: Zugangsdaten werden nicht benötigt (IP)
  • Verbindungseinstellungen: IP-Adresse automatisch über DHCP beziehen
  • Traffic-Shaping benutzen: ja
  • Geschwindigkeiten gemäß Vertrag: z.B. 2000 und 30000
  • Mac-Adresse unverändert lassen

Nach einem Reboot der Fritz!Box haben wir das beim Kabelmodem mitgelieferte LAN-Kabel ins Kabelmodem und ins LAN-Port A der Fritz!Box gesteckt, und etwa eine Minute später ging die DSL-LED an der Fritz!Box wieder an, und der Internetzugang war wieder da, über Kabel-Deutschland. Klasse. Auch die in der Fritz!Box konfigurierten VOIP-Verbindungen haben sich wieder aufgebaut. Soweit ist auch dieser Schritt reibungslos verlaufen.

Die Überraschung kam erst ein wenig später, als ich versucht habe auf die Webseiten von Kabel-Deutschland zuzugreifen, ging nicht. Das ganze Internet war erreichbar, nur ausgerechnet nicht die Webseiten von Kabel-Deutschland. Per Google-Suche habe ich schnell erkannt, dass ich nicht der Einzige war, der dieses Problem hat, allerdings in den meisten Foren gab es großes Rätselraten. So habe ich z.B. mit den DNS-Einstellungen in meinem PC experimentiert, ohne Erfolg. Mit DNS-Servern von anderen Anbietern kam das gleiche Ergebnis, wie bei automatischer DHCP-Vergabe: Alles geht, nur nicht Kabel-Deutschland. Und mit den DNS-Adressen von Kabel-Deutschland ging dann gleich gar nichts mehr.

Nach einiger Zeit bin ich dann auf den richtigen Hinweis gestoßen, diesen Hinweis hat wohl jemand von AVM bekommen. Wer eine etwas ältere Fritz!Box verwendet, egal ob mit frischer Firmware, oder mit alter Firmware, der hat in den Konfigurationsdaten fest eingebaute, nicht über die Weboberfläche veränderbare Routing-Sperren für private IP-Netze. Die privaten IP-Netze fangen entweder mit 192.168 oder mit 10 an. Gemäß irgendeiner RFC dürfen diese Adressen nicht öffentlich geroutet werden, weshalb ordentlich programmierte Router entsprechende Sperren enthalten, auch die älteren Fritz!Boxen. Neuere Fritz!Box (ich weiß nicht ab welcher Firmware-Version) haben diese Sperren nicht mehr.

Bei Kabel-Deutschland ist es nun so, dass die KD-Webseiten von den KD-Internet-Anschlüssen nicht über die normalen öffentlichen IP-Adressen erreichbar sind, dass haben die offensichtlich bewusst gesperrt, dafür aber über eine private Adresse, nämlich 10.10.9.4. Auch die DNS-Server von KD haben selbst 10er-Adressen.

Des Rätsels Lösung ist nun die: Die Sperre der privaten IP-Netze steht in der Konfigurationsdatei der älteren Fritz!Boxen. Bei einem Firmware-Update wird normalerweise diese Konfigurationsdatei beibehalten. Man schleppt die Sperren also immer wieder mit. Macht man aber mit einer neuen Firmware einen Reset auf Werkseinstellung, dann wird die Konfigurationsdatei in der Fritz!Box von der neuen Firmware neu erstellt, ohne Sperren der privaten IP-Netze. Hurra. Allerdings vorher sollte man sich liebevoll alle Konfigurationen auf Papier schreiben, und danach wieder neu eingeben. Das kostet selbst bei einer umfangreich genutzten Fritz!Box auch nur eine halbe Stunde.

Dieser Reset auf die Werkseinstellungen hatte bei meiner Fritz!Box 5050 zusätzlich einen angenehmen Nebeneffekt. Ich habe diese Fritz!Box im Laufe der Jahre mehrfach umkonfiguriert und mehrfach die aktuelle Firmware eingespielt. Inzwischen war die Weboberfläche der Fritz!Box richtig langsam geworden, was ich auf das Alter der Box geschoben habe. Nach dem Reset auf Werkseinstellung und erneuter Eingabe aller Parameter ist die gute alte 5050 jetzt wieder richtig flink bei der Bedienung. Also lohnt es sich vielleicht sogar für Viele, mal den Reset auf Werkseinstellung durchzuführen und alle Parameter wieder neu einzugeben.

Übrigens bringt das Sichern der Einstellungen in einer lokalen Datei und wieder Zurückspiel nach einem Reset nichts, denn genau in diesen Sicherungsdatei schleppt man auch wieder die Sperre für die privaten IP-Netze mit.

Nach dieser Aktion arbeitet meine Fritz!Box 5050 jetzt am Netz von Kabel-Deutschland so, wie ich es mir vorstelle.

Das Thema Telefonie-Umstellung beschreibe ich in eigenen Berichten „Kabel-Deutschland Telefon mit Fritz!Box“ und „Mit Fritz!Box VOIP über Kabel-Deutschland„.

Die Montage der Technik habe ich bereits in einem eigen Bericht beschrieben „Kabel-Deutschland Internet-Montage„.

Ganz neu hinzugekommen ist mein Bericht zum “ VOIP-Wechsel von 1&1 zu Sipgate„.

Kabel-Deutschland Internet-Montage

Geschrieben in Fritz-Box,Internetzugang von Michael am 24 Februar 2008

Vor einigen Tagen haben wir den Wechsel vom Internetzugang per DSL zum Internetzugang per Kabelfernseh-Kabel durchgeführt. Wir wohnen im Einfamilienhaus, sind direkt mit Kabel-Deutschland verbunden und haben daher auch die volle Kontrolle über die gesamte Haustechnik.

Etwa drei Wochen nach der Beantragung per Internet ist der Techniker einer beauftragten Firma pünktlich eingetroffen, um die Montage durchzuführen. Wir haben das Kabel bisher schon für Kabelfernsehen genutzt. Dazu ist im Keller ein Hausanschlussverstärker vorhanden, der zwar bis 860 MHz arbeitet, aber noch nicht rückkanalfähig ist. Gleich neben dem Kabelfernsehverstärker hängt die bald nicht mehr benötigte ISDN- und DSL-Technik.

Was hat der Techniker nun gemacht: Er hat das Kabelfernseh-Kabel am Eingang des alten Verstärkers abgetrennt, einen passiven Zweifach-Verteiler (axing BV2-01) angebracht und den einen Ausgang des Verteilers wieder an den Eingang des alten Verstärkers angeschlossen. Damit funktioniert das Kabelfernsehen wieder, zwar mit 4dB weniger, was sich aber an keinem Fernseher bemerkbar macht. Am zweiten Ausgang des Verteilers hat der Techniker einen neuen vollwertigen, rückkanalfähigen Hausanschlussverstärker (axing BVS 13-65) angebracht. An den Ausgang dieses neuen Verstärkers hat er eine Multimedia-Dose angebracht, die ja drei Ausgänge hat, TV, Radio und Data. An den Data-Ausgang der Dose hat er dann das Kabelmodem (Thomson THG540) angeschlossen. Die beiden anderen Anschlüsse der Multimedia-Dose bleiben unbelegt.

Alle bisherige Technik bleibt also erhalten, und neu dazu gekommen ist ein passiver Zweifachverteiler, eine rückkanalfähiger Hausanschlussverstärker, eine Multimedia-Dose und ein Kabelmodem. Es waren zwei Stromsteckdosen notwendig, für Verstärker und Kabelmodem. Somit haben wir jetzt zwei weitere Stromverbraucher, und wir haben in unserem Einfamilienhaus jetzt zwei Hausanschlussverstärker. Der zusätzliche Hausanschlussverstärker wird übrigens nicht extra berechnet.

Während der Montage habe ich gesehen, wie der Techniker im neuen Verstärker die Verstärkungen für Eingang und Rückkanal jeweils mit sehr viel Geduld mit einem Messgerät eingestellt hat. Sowohl Einganspegel, wie aus Rückkanalpegel sind offensichtlich kritisch für ein gutes Funktionieren des Kabelmodems.

Nach der Montage hat der Techniker auf seinem mitgebrachten Laptop gezeigt, dass der Internetzugang funktioniert, und er hat ein Telefon ans Modem angeschlossen, und gezeigt, dass das analoge Telefonieren funktioniert. Das hat alles auf Anhieb geklappt.

Als der Techniker gegangen war, habe ich mir die Verkabelung noch einmal genauer angesehen, und habe erkannt, dass man Koaxialkabel und Verteiler auch anders anschließen kann. Also habe die Verkabelung so geändert, dass der Hausanschluss direkt in den neuen Verstärker läuft, und die Verteilung auf zwei Wege erst nach dem Verstärker stattfindet. Dann hatte ich am Ausgang einmal die alte Fernseh-Hausverkabelung, und am anderen Anschluss die Multimedia-Dose mit dem Modem, das Ganze mit dem Ziel nur einen Verstärker betreiben zu müssen. Das Internet ging so auch problemlos, aber der Ausgangspegel des neuen Verstärkers hat nicht ausgereicht, um auf den Fernsehern einen rauschfreien Empfang zu erreichen. Ich habe jetzt nicht versucht, den Ausgangspegel des neuen Verstärker zu erhöhen, weil der Techniker diese Einstellung mit so viel Liebe vorgenommen hat. Deshalb habe ich diesen Umbau wieder rückgängig gemacht und lebe jetzt mit zwei Hausanschluss-Verstärkern. Das sind gemäß Beschriftung dauerhaft 3 Watt mehr, das geht ja noch.

Hier sind die Links zu meinen weiteren Berichten zum Thema:

Rechnungen digital signieren, vollwertig und günstig

Geschrieben in Webentwicklung von Michael am 25 November 2007

Ich habe entdeckt, dass es seit einigen Tagen eine vollwertige und sehr günstige Lösung zum digitalen Signieren von Rechnungen gibt. Da ich selbst etwas Hintergrundwissen zu digitalen Zertifikaten besitze, habe ich das Angebot auf sein Vollwertigkeit hin überprüft.

Es gibt das Angobt smskaufen.de der Firma EventVoiceMedia GmbH. Unter dieser Adresse bieten sie gewerblichen Nutzen SMS, MMS und Faxdienste in leistungsfähigen Versionen zu günstigen Preisen an (siehe auch). Seit kurzem haben sie den Service für digitales Signieren von Rechnungen hinzugenommen. Das Angebot ist aus zwei Gründen sehr attraktiv:

  • Der Preis: Es wird nur pro Rechnung abgerecht, weshalb das Angebot gerade auch für Leute interessant ist, die monatlich nur ein Hand voll Rechnungen erstellen. Der Preis pro signierter Rechnung liegt unter 20 Cent, es gibt keinen Grundpreis.
  • Der Komfort: Für kleine Mengen funktioniert der Service ganz einfach per Web-Upload und Email. Sie laden ihre PDF-Rechnung per Web-Upload auf einer Webseite des Anbieters zu ihm hoch, und bekommen promt die signierte PDF-Rechnung per Email zurück. Im Angebot ist aber auch eine Webschnittstelle, mit der sich der Upload der unsignierten PDF-Rechnung und die Entgegennahme der signierten Rechnung in Webanwendungen und in lokalen Anwendungen automatisieren lässt.

Ich habe selbst nachgeforscht, ob dieser günstige und einfache Weg wirklich für den Umsatzsteuerabzug anerkannt ist. Das BMF hat in einem wichtigen Schreiben zum Gesamtthema „Umsatzsteuer“ vom 19.1.2004 im Punkt 2.4 geregelt, dass das digitale Signieren von Rechnungen auch an Dienstleister abgegeben werden kann, und dass der Dienstleister dafür ein eigenes digitales Zertifikat verwenden darf. Der Dienstleister muss zusätzlich von der Bundesnetzagentur geprüft worden sein.

Das heißt also, sie unterschreiben ihre Rechnung nicht selbst, sondern sie lassen ihre Rechnung von einem Dienstleister unterschreiben, der das machen darf. Und das ist eine Vorgehensweise, die das BMF offiziell zugelassen hat.

Was an der Stelle auch gesagt werden kann: Es müssen nur Rechnungen digital signierte werden, die an Unternehmen mit Vorsteuerabzugsberechtigung gehen. Wenn sie eine Rechnung an Privatpersonen oder Kleinunternehmer senden, dann brauchen diese Rechnungen keine digitale Signatur. Es geht bei diesem ganzen Thema nur um die Vermeidung von Umsatzsteuerbetrug.

Was auch noch gesagt werden sollte: Wer umsatzsteuerabzugsberechtigt ist und tatsächlich digital signierte Rechnungen entgegen nimmt, steht vor einer noch ganz anderen Herausforderung. Die digital signierte Rechnung ist das einzige Original der Rechnung. Jeder normale Ausdruck ist nur ein Kopie davon (selbst wenn man sich den Ausdruck vom Ersteller nachsenden lässt). Deshalb ist der Empfänger in diesem Fall verpflichtet dieses digitale Original der Rechnung in digitaler Form revisionssicher und ausreichend lange lesbar zu archivieren. Er darf auf keinen Fall einen einfachen Ausdruck anfertigen und das digitale Original dann löschen. Wovon ich allerdings schon gelesen habe, ist, dass man die Rechnung zusammen mit der digitalen Signatur ausdrucken kann. Die digitale Signatur wird dabei in einer zweidimensionalen, digital lesbaren Form als Pixelgrafik ausgedruckt. In wieweit so ein Ausdruck das digitale Original vollständig ersetzt, weiß ich noch nicht. Das werde ich noch erforschen.

OpenOffice mit docx- und xlsx-Dateien

Geschrieben in Windows von Michael am 2 November 2007

Bisher kann OpenOffice (Version 2.3) nicht direkt mit den neuen Office-2007-Dateiformaten umgehen. Es gibt aber von Microsoft ein kostenloses Konvertierungstool das „Compatibility Pack für 2007 Office System“, welches völlig unabhängig von sonstigen MS-Produkten installiert werden kann.

Die Installation ist denkbar einfach, Datei herunterladen, ausführen, Lizenzbestimmung zustimmen, kurz warten, fertig. Danach öffnet sich weder ein Programm, noch gibt es einen neuen Eintrag im Programme-Menü, das Programm verzieht sich wie ein Treiber in den Hintergrund. Mit der Installation lernt das Windows aber mit den Dateiendungen von Office 2007 umzugehen. Ein Doppelklick auf eine docx- oder xlsx-Datei startet den Konverter und fragt, wo es das Konvertierungsergebnis im Format Word/Excel 2003 ablegen soll. Diese Datei kann dann wie jede Office 2003-Datei mit OpenOffice oder MS-Office 2003 geöffnet und bearbeitet werden.

Der Konverter besitzt allerdings keinen Weg zurück. Es geht nur von 2007 nach 2003 und nicht wieder nach 2007.

Hier der Download-Link bei Microsoft zur deutschen Version

Ergänzung: Mit OpenOffice 3 hat sich die Situation verändert. OpenOffice 3 kann jetzt direkt docx- und xlsx-Dateien lesen, aber nur lesen, abspeichern nach Änderungen muss man es dann allerdings in einem anderen Format. Diese Änderung hat noch einen riesen Vorteil: man kann jetzt docx- und xlsx-Dateien auch auf Linux-Rechnern öffnen, denn der Konverter von Microsoft läuft natürlich nur unter Windows, OpenOffice auch unter Linux. Und wer es noch nicht weiß, OpenOffice kann direkt hochwertige, kompakte PDF-Dokumente erstellen, ohne Umweg über einen PDF-Druckertreiber.

Hier der Link zum Download von OpenOffice

Windows Administrator-Kennwort rücksetzen

Geschrieben in Windows von Michael am 23 Oktober 2007

Jetzt habe ich schon zum zweiten mal erlebt, dass ein Nutzer zu seinem Rechner alle Kennworte vergessen hat. Das passiert meist mit einem Rechner, den man nicht jeden Tag verwendet. Nun waren da aber jeweils doch noch „ganz wichtige“ Daten drauf, also kam der Vorschlag nicht gut an, einfach ein neues Windows zu installieren. Nun kommt hinzu, dass die Nutzer das jeweils nicht selbst machen können, ich also diese Aufgabe übernehmen sollte. Inzwischen weiß ich aber, wie lange eine komplette Neuinstallation eines Windows XP dauert, inklusive Online-Updates und Installation diverser Zusatzprogramme, wie Virenscanner und Acrobat-Reader u.s.w.

Da habe ich mal im Internet recherchiert, ob es nicht doch für solche Fälle eine andere Lösung gibt, und ich habe sie gefunden: Es gibt eine fertige Sammlung von diversen nützlichen Hilfsmittel, liebevoll gepflegt und ständig aktualisiert und fix und fertig in einem bootfähigen CD-ISO-Image zusammengefasst (http://www.ultimatebootcd.com). Man startet den Rechner mit den verlorenen Kennwörtern, indem man von dieser CD bootet. In dem angezeigten Menü findet man unter dem Menüpunkt „Filesystem Tools“ und dann „NTFS Tools“ das Programm „Offline NT Password & Registry Editor„. Mit diesem Programm lassen sich u.a. die Kennworte aller Windows-Nutzer auf der Festplatte löschen oder neu festlegen. Das Programm findet bei Windows 2000 und bei Windows XP erfolgreich die richtigen Dateien der Registry und kann sie dann erfolgreich lesen und neu schreiben, auch wenn es eine NTFS-Partition ist (der Hersteller spricht davon, dass es von NT3.51 bis zum 64Bit-Vista funktioniert). Selbst, wenn es mehrere Betriebssystem auf dem Rechner gibt, kann das klappen, wenn das entsprechende Betriebssystem in einer primären Partitionen installiert ist. Die Bedienung des Tools ist einfach und klar und hat immer auf Anhieb richtig gearbeitet. Ich kann es daher sehr empfehlen.

Ich möchte aber gerne auch betonen, dass ich dieses Tool nur einsetze, wenn ich genau weiß, dass mich der rechtmäßige Besitzer des Problem-Rechners beauftragt hat. Ich empfehle jedem Besitzer dieser CD sich genauso zu verhalten.

Im Übrigen ist die gesamte CD mit der umfangreichen Sammlung von nützlichen Tools ein wirklich wertvolles Hilfsmittel für alle Administratoren und PC-Service-Techniker.

PUTTY und UTF-8

Geschrieben in Webentwicklung von Michael am 22 Oktober 2007

Die kleine freundliche Software PUTTY ist ein hervorragender Freeware-SSH-Client für den verschlüsselten Zugriff auf die Kommandozeile eines entfernten Linux-Servers. Wer einen eigenen Server bei einem Provider betreibt, kommt an diesem Werkzeug nicht vorbei. Bei dem Thema „Zeichensatz“ habe ich lange nicht tiefer nachgedacht und hatte deshalb so meine Überraschungen. Da gibt es den Midnight-Commander, der gut für das Navigieren in den Verzeichnisbäumen und zum Editieren von Dateien geeigenet ist, der zur guten Darstellung Liniensymbole verwendet. Und da gibt es unter Suse-Linux z.B. das Konfigurationswerkzeug YAST, dass auch Linensymbole verwendet. Lange habe ich mich damit abgefunden, dass die Liniendarstellung nie in beiden Werkzeugen gleichzeitig funktioniert hat. Jetzt kommt noch hinzu, dass ich mit einer Webanwendung den Datei-Upload anbiete und dabei die Nutzer auf die Idee kommen Dateien von ihrem Windows hochzuladen, die Umlaute im Dateinamen haben. Da war jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich mit der richtigen Darstellung aller Symbole in meinem Putty beschäftigen musste, mit folgendem Ergebnis:

Das Suse-Linux, und sicher auch andere Linux-Versionen können bereits problemlos mit dem internationalen Zeichensatz UTF-8 umgehen, auch in Dateinamen. Das Linux lässt sich aber auch nicht verwirren, wenn ein Dateiname die Umlaute aus dem europäischen Zeichensatz ISO8859-1 verwendet. Das kann ganz gemischt geschehen. Die Frage am Ende ist nur, wie wird es auf der Konsole, oder im Webbrowser der Nutzers dargestellt, und wo muss eventuell wie konvertiert werden, damit das sichtbar wird, was gewünscht ist.

Bei PUTTY sieht die Sache eigentlich ganz einfach aus: Die Linux-Konsole kennt die Umgebungsvariable LC_CTYPE die sollte für deutsche Nutzer entweder den Wert „de_DE“ haben, dann „denkt“ die Konsole in ISO8859-1, oder sie sollte den Wert „de_DE.UTF-8“ haben, dann „denkt“ sie in UTF-8. Damit das im PUTTY dann auch so wahr wird, muss allerdings in der Konfiguration „Window/Translation“ in der Auswahl für den Zeichensatz der passende Zeichensatz ausgewählt werden. Wenn Server-Variable und PUTTY-Einstellung gleich sind, funktioniert es. Das heißt:

Im UTF-8-Mode werden alle UTF-8-Sonderzeichen richtig dargestellt, also ein 2 Byte langes ‚ä‘ wird richtig als ein ‚ä‘ dargestellt. Alle Zeichen, die im UTF-8-Zeichsatz ungültig sind, werden als ? angezeigt, und im UTF-8-Zeichensatz sind die Umlaute und Liniensymbole des ISO8859-1-Zeichensatzes solche ungültigen Zeichen. Also überall, wo Dateienamen im ISO-Zeichensatz erstellt wurden, werden ? angezeigt. Damit lassen sich solche Dateien auf der Konsole nicht kopieren oder umbenennen, da man im UTF-8-Mode das eigentliche Zeichen nicht sieht und auch nicht eingeben kann. Und es gibt Shell-Anwendungen wie das Suse-YAST, die geben ihre Liniensymbole immer im ISO-Zeichensatz aus, egal wie die Umgebunsvariable gesetzt ist. Damit sieht YAST im UTF-8-Mode schrecklich aus.

Arbeitet man dagegen komplett im ISO8859-1-Mode, funktionieren offensichtlich alle Shell-Anwendungen richtig. Mit den Dateinamen sieht es jetzt allerdings ganz anders aus. Nun werden natürlich alle ISO-Zeichen richtig angezeigt und Dateien mit solchen Zeichen können jetzt kopiert und umbenannt werden. Aber mit den UTF-8-Zeichen in Dateinamen gibt es jetzt Probleme. Jetzt wird natürlich jedes Byte einzeln angezeigt, ein UTF-8-„ä“ wird als „ä“ angezeigt. Das geht ja noch, weil beide Bytes einzeln auch im ISO-Zeichensatz vorkommen. Aber z.B. bei den großen Umlauten ist das zweite Byte ein Zeichen, dass im ISO-Zeichensatz nicht dargestellt werden kann. Hier wird jetzt wieder ersatzweise ein „?“ angezeigt, somit wird das Kopieren und Umbenennen auch wieder ein Problem.

Fazit, wer mit UTF-8-Zeichen arbeitet, sollte sich darauf einrichten immer mal wieder zwischen einer UTF-8-Dartsellung und einer ISO8859-1-Darstellung umschalten zu müssen. Das ist, wie oben dargestellt, nicht sehr schwierig. Wer das oft braucht, könnte sich auf der Serverseite kleine Makros schreiben, muss aber daran denken auch im PUTTY die Translation umzustellen.

Ein sehr empfehlenswerter Link zum UTF-8-Zeichensatz ist
http://www.utf8-zeichentabelle.de

Flashplayer-Ausführungen

Geschrieben in Flash,Windows von Michael am 8 Oktober 2007

Den Adobe-Flashplayer gibt es für einen Windows-PC in drei Ausführungen, die nicht auf einmal installiert werden können.

Als ActiveX-Control für den Internet-Explorer und verwandte Browser

Durch einen Klick auf den Button „Get Adobe Flashplayer“ auf der Webseite www.adobe.de gelangt man auf eine Webseite, die die Installation der ActiveX-Variante anbietet. Diese Installation erfolgt dann ohne Beendigung des Internet-Exploreres direkt in den laufenden Internet-Explorer hinein. Der Download steht nach der Installation nicht als lokale Datei für weitere Installationen bereit. Auf diesem Weg muss jede Installation über das Internet erfolgen.

Als Browser-PlugIn für Firefox, Netscape, Seamaonkey und verwandte Browser

Durch einen Klick auf den gleichen Button gelangt man auf die Seite für die Installation des Mozilla-Plugins. Adobe erkennt also, mit welchem Browsertyp die Installationsseite aufgerufen wird. Das Browser-Plugin kann aber nicht sofort in den laufenden Browser installiert werden, sonder es wird zunächst als Datei heruntergeladen. Vor dem Start der Installation muss der Firefox oder Netscape beendet un danach wieder gestartet werden. Diese Installation ist also leider etwas unkomfortabler, hat aber den Vorteil, dass eine lokale Installationsdatei vorhanden ist, die gleich auch für andere Rechner verwendet werden kann, ohne weitere Downloads.

Als Standalone-Player für lokale Verwendung ohne Browser

Der Standalone-Player, der also ganz ohne Browser Flash-Dateien abspielen kann, z.B. für lokale Präsentationen, wird mit keiner der beiden obigen Installationen mitgeliefert. Er muss extra installiert werden, es gibt ihn aber gar nicht alleine. Adobe hat die die obigen beiden normalen Browser-Versionen, die normale Standalone-Version, sowie von jedem der drei Ausführungen noch zusätzlich eine erweitere Ausführung für Entwickler (Debug-Version) in einem Gesamtpaket zusammengeschnürt. Dieses Gesamtpaket (35MB) mit insgesamt also sechs Player-Ausführungen kann unter www.adobe.com/support/flashplayer/downloads.html heruntergeladen werden. Dort sind auch die Ausführungen für Mac und Linux zu finden, und es gibt dort auch die Pakete für die Vorgaängerversione Version 8, Version 7 und Version 6, sowie einen Uninstaller für Flashplayer.

Test der aktuellen Version

Auf der Webseite www.adobe.com/de/products/flash/about/ ist zu sehen, welche Version man aktuell im verwendeten Browser installiert hat, und darunter steht die Liste der aktuellsten Version für die verschiedenen Ausführungen. Und wer es genau wissen will, findet hier www.adobe.com/de/products/flashplayer/productinfo/systemreqs/ die Mindestvoraussetzungen für den Einsatz eines Flashplayers auf den verschiedenen Systemen.

« Vorherige SeiteNächste Seite »