Videos vom USB-Stick am Sony BRAVIA KDL-32W5800
29. Dezember 2009 - Kategorie: TV
Ich habe versucht FullHD-Videoclips von einem USB-Stick auf meinem neuen Sony KDL-32W5800 abzuspielen. Ich habe die Videoclips aus dem Internet herunter geladen, es sind Demo-Clips und Film-Trailer. Zunächst habe ich festgestellt, dass die Videoclips am Fernseher nur zur Auswahl angeboten werden, wenn sie die Dateiendung mpeg oder mp4 haben. Möglicherweise gehen noch andere Endungen, aber mov und avi werden nicht in die Auswahlliste aufgenommen.
Bisher ist es mir nur gelungen Videos im MPEG2-Format in DVD-Auflösung anzusehen, also nicht in einem HD-Format im MPEG4-Container. Alle HD-Clips haben ich dann mit dem freundlichen Linux-Programm “mediainfo” genauer analysiert und festgestellt, dass die HD-Clips eigentlich alle in einem sinnvollen HD-Format sind. Sie sind immer in einem MPEG4-Container, mit H.264(AVC)-Videotracks (entweder Baseline-Level4.1 oder High-Level4.1) mit 24 oder 30 Bilder/s und mit Audiotracks in AAC 48khz entweder 2-Kanal oder 5.1.Kanäle. Das hört sich alles richtig an.
Ich habe jetzt vermutet, dass die Übertragungsgeschwindigkeit des USB-Sticks für HD nicht ausreicht (die HD-Clips haben gemäß mediainfo maximale Bandbreiten von 7 bis knapp 9 Mbit/s), das funktionierende MPEG2-Video bringt nur maximal 2,2 Mbit/s. Ich habe daraufhin die Clips auf eine externe 3,5-Zoll Festplatte kopiert, da gab es dann aber die Überraschung, dass die USB-Schnittstelle am Fernseher nicht genug Strom zur Versorgung der USB-Festplatte hergibt. Diese Festplatte kann ich also an dem Fernseher nicht benutzen.
Jetzt bleiben mir noch zwei weitere Experimente offen: eine 5,25-Zoll-USB-Festplatte mit eigener Stromversorgung, und dann noch der Weg über die LAN-Schnittstelle und einem DLNA-Server, was ja ein ganz anderer Ansatz ist. Ich werde darüber berichten.
Info: Ich habe eine Website gestartet, auf der ich den Aufbau eines Online-Handbuchs für die SONY-Fernseher der Serie BRAVIA W5800 betreibe:



1. Februar 2010 um 23:03
Ich habe inzwischen herausgefunden, warum die USB-Festplatte nicht funktioniert: Der Bravia liest nur FAT32-Dateisysteme, heute sind aber die USB-Festplatten fast nur noch mit NTFS formatiert, und das geht am Bravia nicht.
1. Februar 2010 um 23:06
Zum Thema Video-Formate kann ich ergänzen, was ich gelesen habe: von USB-Medien kann der Bravia wohl nur MPEG1-Datein lesen, MPEG2 geht nur über den LAN-Anschluss und einen DLNA-Server, und MPEG4 geht wohl auf keinem der Wege, es ei denn der DLNA-Server kodiert beim Streamen um auf MPEG2, was mächtig Rechenpower braucht.
19. Mai 2010 um 13:55
Meine Erfahrung mit bravia kdl 40bx400:
ok: einfacher USB-Stick
ok: Western Digital 2.5 zoll externe Festplatte
problematisch: fantec fb35us 3.5 zoll externe Festplatte.
fantec funktioniert nicht mit fat16 oder fat32 formatierung, das gerät wird gar nicht anerkannt. Ntfs ist sowieso nicht unterstützt.
31. August 2010 um 23:34
USB-Sticks und 2,5 Zoll Platten sollten eigentlich immer gehen (3,5″ Platten ohne eigene Stromversorgung gehen auch an den meisten PCs bzw. Macs nicht).
FAT32 ist problematisch, da HDTV-Videos auch gerne mal größer als 4GB sind. Leider unterstützt FAT32 nur max. 4GB (2^32) pro Datei und max. 2TB pro Platte.
Meines Wissen kann der Sony nur MPEG 1 + 2 in Standardformaten. Irgendwo meinte ich gelesen zu haben, dass auch AVCHD (.m2ts / .mts) und MPEG-2 TS (H.264/MPEG-4 AVC, AAC LC) gehen – ähnlich wie auf der PS3 bzw. Memory Stick.
AVI, DIVX, XVID, WMV und Co. sind keine Standards und gehen leider nicht. Da bleibt dann nur der Umweg über einen externen Mediaplayer/Medienfestplatte via HDMI oder ggf. Streaming via DNLA.