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Sichtbarkeit eigener Kontakte in Google+

Geschrieben in Allgemein,Sicherheit von Michael am 22 Juli 2011

Die Konfiguration der Sichtbarkeit der eigenen Kontakte für andere Menschen ist für mich eine wichtige Funktion. Ich möchte nicht, dass jeder sieht, mit wem ich verbunden bin, aber einiger meiner Kontakte sollen gerne einige meiner Kontakte sehen können. Meine Familienmitglieder dürfen gerne sehen, wen ich von der Familie gefunden habe, aber meine Kollegen sollen meine Familienkontakte nicht sehen. Und meine ehemaligen Schulfreunde sollen sich gerne über mich finden können, sie sollen aber nicht sehen, wer meine derzeitigen Arbeitskollegen sind. Weil sowas bisher nirgendwo sinnvoll konfigurierbar war, bin ich besonders neugierig gewesen, wie das Google+ in Verbindung mit seien Kreisen hin bekommt. Mit der Strukturierung der eigenen Kontakte in Kreise ist ja eine gute Grundlage für die von mir gewünschte Konfiguration vorhanden. Vorweg: leider geht es in Google+ bisher auch (noch?) nicht so, wie ich es mir wünsche.

Ich stelle mal dar, was derzeit (22.7.2011) möglich ist:

Im eigenen Profil links unterhalb des eigenen Bildes lässt sich die Sichtbarkeit der eigenen Kontakte konfigurieren. Ich zeige hier die von mir gefundenen Möglichkeiten

Alle sehen alle Kontakte Alle sehen keinen Kontakt Meine Kreise sehen alle

Mit der Einstellung aus dem ersten Bild werden alle meine Kontakte aus allen meinen Kreisen für jedermann sichtbar. Die Einstellung im zweiten Bild schaltet die Sichtbarkeit für alle ab, meine Kontakte sind damit für niemanden sichtbar. Das dritte Bild zeigt die Einstellung mit der nur meine Kreise meine Kontakte sehen können, aber jeder meiner Kontakte sieht alle meine Kontakte aus allen Kreisen.

Alle sehen einige Kontakte Meine Kreise sehen einige Kontakte

Die Einstellungen in Bild 4 und 5 beschränken die Sichtbarkeit auf nur 2 Kreise. Das heißt, wer meine Kontakte sieht, sieht nur die Kontakte aus zwei ausgewählten Kreisen. In Bild 4 kann jedermann diese Kontakte aus zwei Kreisen sehen, in Bild 5 können nur meine eigenen Kontakte die Kontakte aus meinen zwei Kreisen sehen. Damit kann ich zwar verhindern, dass meine Freunde und meine Kollegen z.B. meine Familie sehen, aber die Familie kann dann eben auch nicht sehen, wer aus der Familie in meinem Familien-Kreis ist. Und wenn ich will, dass sich meine alten Schulfreunde über meine Kontaktliste finden können, dann können auch meine Kollegen meine alten Schulfreunde sehen, was ich aber nicht will.

Mein Fazit: der Ansatz von Google+ ist schon ein guter Anfang, aber noch nicht die optimale Lösung. Wenn die Konfiguration von Bild 5 für jeden meiner Kreise getrennt einstellbar wäre, dann wäre Google+ optimal.

Ich freue mich über rege Kommentare zu meinen Ausführungen.

google plus vs XING, Vergleich der Privatshpäre

Geschrieben in Allgemein,Sicherheit von Michael am 22 Juli 2011

Seit vielen Jahren bin ich ein XING-User-Light, aber doch immerhin mit einem bezahlten Premium-Account. Seit wenigen Tagen bin ich nun auch Google+-Nutzer, nachdem ich meinen aktiven Einstieg in Facebook wegen der zu geringen Privatsphäre dort immer verweigert habe. Ich kann jetzt nicht alle Funktionen von XING mit den eher noch wenigen Funktionen von Google+ vergleichen, aber das mir wichtigste Thema, die Privatsphäre will ich gerne mal angehen:

Nachrichten an Kontakte

Bei Google+ legt man  sich eine Liste von Kontakten an, die man entweder durch Suche in Google+ findet (das sind dann auch Google+User), oder man legt  sich seine Kontakte manuell an, durch Angabe von Namen und Email-Adresse (das macht man für Kontakte, die noch nicht Google+User sind). Dies Kontakte kann man nun in die viel beschriebenen Kreise (Circle) schieben (bei Bedarf auch eine Person in mehrere Kreise). Wenn man dann nachfolgend Beiträge erstellt, oder auch Bilder/Videos hoch lädt, hat man vor der Freigabe (Teilen – Button) immer die Möglichkeit zu bestimmen, wer den Beitrag/die Bilder/Videos sehen können soll. Dabei kann man wählen zwischen “öffentlich”, “erweiterte Kreise”, “alle eigenen Kreise”, “Auswahl einiger Kreise”, “einzelne Personen”, oder ein Kombination aus Kreisen und Personen. So kann man also tatsächlich sicherstellen, dass die eigenen Beiträge, Fotos und Videos nur genau die richtigen Personen zu Gesicht bekommen.

Bei XING legt man sich ebenfalls eine Kontaktliste an, die aber nur aus Personen bestehen kann, die schon XING-Mitglied sind. Möchte man eine bestimmte Person in seiner Liste haben, muss man diese Person z.B. über einen angebotenen Weg einladen oder anders nach XING hinein bitten. Die Kommunikation zu den Kontakten erfolgt in XING über die persönlichen Nachrichten. Ein Art Weblog/Pinwand mit der Möglichkeit regelmäßig Informationen an mehrere Kontakte zu verteilen gibt es in XING nicht. Der Weg der persönlichen Nachrichten ist dem Versenden von Emails sehr ähnlich, denn als Ziel einer Nachricht können mehrere der eigenen Kontakte angegeben werden. Dabei hat man also auf sehr einfache und bekannte Art unter Kontrolle, wer welche Informationen erhält. Übrigens kann man den XING-Kontakten Kategorien zuweisen, um zusätzliche Struktur in die Kontaktliste zu bringen. Daraus entsteht aber keinerlei geänderte Privatsphäre.

Veröffentlichung das eigenen Profil.

Bei beiden Systemen ist die Pflege eines eigenen Profils eine wichtige Aufgabe. Dabei geht es nicht nur darum, wie man sich darstellt, sondern auch, was soll wer davon sehen können.

Bei Google+ sind die Mengen an Informationen, die man im Profil unter “Über mich” ablegen kann noch nicht so umfangreich. Dennoch hat man bei jeder Position die Wahl zwischen “öffentlich”, “erweiterte Kreise”, “meine Kreise”, “nur ich” oder “benutzerdefiniert”, also einer Kombination aus Kreisen und Personen. Darüber hinaus kann man definieren, wer die Tabs “Fotos” und “Videos” sehen darf. Mit etwas Mühe kann man hier also sehr genau festlegen, wer was sehen darf und wer nicht. Das lässt sich sogar personengenau machen, was aber in dieser Form aufwendig ist und deshalb nicht zu empfehlen ist.

Bei XING ist dieses Thema genial gut gelöst. Man hat eine Menge Positionen im Profil, die man befüllen kann. Und dann kommt der Clou, man kann bei jedem der eingerichteten Kontakte definieren, was vom eigenen Profil dieser Kontakt sehen darf. Man kann zuvor festlegen, was einem neuen Kontakt per default als Freigabe zugeordnet wird, und dann kann man jederzeit diese positionsgenaue Freigabe von Daten nachträglich anpassen. Daneben gibt es noch die Möglichkeit zu definieren, welche Profil-Positionen öffentlich sichtbar sein sollen. So hat man auf sehr übersichtliche Art die Möglichkeit personengenau (und nur personengenau, nicht auf Gruppen oder Kreise bezogen) die Inhalte des eigen Profils freizugeben. Hat man sehr viele Kontakte, kann das aufwendig werden, insbesondere, wenn man was global ändern möchte, dennoch empfinde ich diese Lösung als optimal und deutlich besser, als der Weg von Google+.

Veröffentlichen der eigenen Kontakte

Das ist ein Thema, welches mir noch nirgendwo richtig gefällt.

Im eigenen Profil in Google+ lässt sich konfigurieren, wie die eigenen Kontakte nach außen sichtbar werden. Ich kann entscheiden, ob meine Kontakte “öffentlich” oder nur für “meine Kreise” sichtbar sind, und ob alle Kontakte, oder nur Kontakte aus ausgewählten Kreisen sichtbar sind. Das sind Einstellungsmöglichkeit, wie sie sonst keiner hat, aber wie ich finde noch immer nicht genug (siehe weiter unten).

Die Sichtbarkeit der eigenen Kontakte für andere Nutzer kann auch in XING eingeschränkt werden, allerdings noch globaler als in Google+. Wenn jemand meine Kontakte sehen darf, dann kann er immer alle Kontakte sehen. Ich kann nicht dafür sorgen, dass einzelne Kontakte oder Kontakt-Gruppen nicht sichtbar werden. Ich kann in XING nur festlegen, ob meine Kontakte öffentlich sind, oder nur meine Kontakte oder Kontakte von meinen Kontakten meine Kontakte sehen können. Das war mir schon immer zu wenig Einfluss.

Die Veröffentlichung der eigenen Kontakte hat mir bisher bei keinem Anbieter gefallen. Wenn ich möchte, dass meine Kollegen nur meine Kollegen und nicht auch meine alten Schulfreunde und meine ganze Familie sehen können, dann kann ich das weder bei XING, noch bei Google+ noch bei irgend jemand anders so einrichten. Grade bei Google+ habe ich gehofft, dass das besser wird. Dort hat man die Gruppierung in Kreise, da würde ich mir wünschen, dass man die Sichtbarkeit der Kontakte so einrichten kann, dass alle Kontakte in einem Kreis nur meine Kontakte im selben Kreis sehen können.

In XING habe ich das Problem dadurch gelöst, dass ich nur ganz ausgewählte Personen in meinen Kontakten habe. Wer nicht für andere sichtbar sein soll, wird eben nicht zur Verknüpfung angenommen. In XING hätte ich mich gerne mit viel mehr Menschen verknüpfen wollen, die auch tatsächlich in XING sind, das hätte mir aber nicht in meinen Business-Auftritt gepasst. In Google+ habe ich es erst einmal so gelöst, dass ich fast alle Kreise komplett unsichtbar gemacht habe. Da sieht nun aber auch niemand aus der Familie, wen ich aus der Familie schon gefunden habe, das finde ich auch blöd. Aber es soll eben auch niemand anders sehen, wer zu meiner Familie gehört, außer die Familie selbst. Schade.

Soweit mein Vergleich von XING und Google+. In anderen Bereichen kann man die beiden auch kaum vergleichen, denn die Zielsetzungen sind teilweise doch sehr unterschiedlich, weshalb man da schnell Äpfel mit Birnen vergleichen würde.

Ich freue mich jetzt auf rege Kommentare. (Falls jemand noch eine Google+-Einladungen braucht, bitte per Email (Impressum) anfragen, bitte nicht über den Kommentar)

 

 

Bericht über Jay-tech FS170 Dia-/Film-Scanner

Geschrieben in Allgemein von Michael am 1 Februar 2010

Heute habe ich mir den Jay-tech FS170 Filmscanner gekauft, in der Hoffnung eine günstig Lösung zum Digitalisieren vieler alter Negative und Dias zu bekommen. 69,95 € bei R,- schien mir ein gutes Angebot. Zunächst habe ich ganz erfreuliche Entdeckungen gemacht: Das Gerät ist gut verpackt, die Stromversorgung läuft wahlweise über ein mit geliefertes 50cm langes USB-Kabel, das man entweder in den PC oder in das auch mitgelieferte USB-Netzteil stecken kann, oder es besteht die Möglichkeit 4 Mignon-Zellen einzulegen und dann ganz unabhängig zu scannen. Wie lange das mit den 4 Batterien möglich ist, habe ich nicht ausprobiert.

Im nächsten Schritt habe ich das Gerät eingeschaltet. Da erscheint dann auf dem Bildschirm nach wenigen Sekunden ein grafisches Auswahlmenü mit den Punkten “Auflösung” “Scannen”, “Sprache” und “USB”. Ich habe dann gleich “Scannen” gewählt und einen Negativ-Streifen in die mitgelieferte Halterung eingelegt und von rechts eingeschoben. Sofort wird das Bild sichtbar, denn die eingebaute Kamera ist im Scanmode ständig eingeschaltet. Jetzt Klick auf den Knopf “Scan” und noch einmal “Enter” und ein Bild ist gespeichert in der Auflösung 5 Megapixel, tatsächlich in einer Sekunde.Es wird wie angekündigt also fotografiert und nicht zeilenweise gescant, das ist wirklich sehr angenehm. Das habe ich nun für 5 Bilder wiederholt.

Dann wollte ich die Bilder am PC ansehen. Da ist es mir nicht gelungen vom Scan-Mode zurück ins Menü zukommen, um dann den USB-Mode auswählen zu können. Das Menü habe ich nur erreicht, indem ich das Gerät aus und wieder eingeschaltet habe. Das ist nicht schön aber machbar, und es kann auch an mir liegen, vielleicht geht es ja doch.

Als ich das erste Bild auf dem PC gesehen habe, war ist zunächst noch erfreut, weil das Bild gestochen scharf war, inklusive der nicht entfernten Fussel. Auch die Farben des konvertierten Negativs sahen richtig aus. Dann viel mir aber das Format auf. Ein Kleinbild hat bekanntermaßen die Größe 24 x 36 mm, also das Format 6:4, etwas breiter als normale 4:3-Monitore, aber längst nicht so breit wie 16:9 ist. Das Scan-Ergebnis hat im 5 Megapixel-Mode eine Auflösung von 2592 x 1944, was schenll nachgerecht dem Format 4:3 entspricht. Da muss also seitlich was weggeschnitten worden sein. Das wollte ich genauer wissen und habe ein Foto mit eindeutigen Details am Rand verglichen mit dem Negativ und mit einen Zentimetermaß nachgemessen. Das Ergebnis hat mich erschreckt. Von den 24 x 36 mm = 864 mm² wurde eine Fläche von 30 x 22,5 mm = 675 mm² gescannt, das sind nur etwa 80% des Negativs. Wie zu erwarten war wird dabei seitlich mehr weggelassen als in der Höhe. Das man in der Höhe überhaupt was weglässt und dann seitlich entsprechend noch viel mehr, finde ich dabei besonder ärgerlich.

Dieses Ergebnis finde ich absolut nicht akzeptabel. Wir befinden uns überall auf dem Weg zum 16:9-Format. Da muss ich von meinen alten Negativen und Dias kein Stück Information wegwerfen, um sie am FullHD-TV gut anzeigen zu können. Nach diesem Ergebnis habe ich entscheiden, dass ich das Gerät gleich morgen wieder zurückgeben werde, hoffentlich klappt das.

Trotzdem für alle, die es noch interessiert, hier die technischen Daten des Gerätes, wie sie in den Unterlagen stehen:

Bildsensor: 5,1 Megapixel CMOS Sensor
Bildschirm: 2,4 Zoll LPTS LCD Display
Brennweite: f=4,83 mm
Blende: F / 3,6
Fokus: 51,7 mm
Interner Speicher 32 MB NAND-Flash (Verfügabrer Speicher für Bilder etwa 9,5 MB)
Speicher extern: SD/MMC-Karte
Dateiformat: JPEG
Scan-Auflösung: 5MP mit 1800 dpi (3600 dpi interpoliert)
Datenkonvertierung: 12 Bit pro Farbkanal
Scan-Technik: Single Pass
Lichtquelle: Hintergrundlicht 3 weiße LEDs
Anschluss: USB 2.0
Stromversorgung: Netzadapter oder 4 x AAA Batterien
Abmessung: 86,5 x 87,5 x 104,5 mm
Gewicht: 300gr (ohne Batterien)

Es liegt keine Software bei, das Gerät wird am PC wie ein normaler USB-Speicher sichtbar. Die beiliegende Anleitung ist auch in deutsch und soweit ok.Hätte das Gerät nicht diese ganz miserable Bildflächenausnutzung und dieses blöde 4:3-Format, dann würde ich das Gerät sogar behalten, denn ansonsten scheint zumindest auf den ersten Blick die Qualität dem Preis entsprechend ausreichen zu sein.

Programmreihenfolge digital beim SONY BRAVIA W5800

Geschrieben in TV von Michael am 2 Januar 2010

Bei meinem neuen SONY BRAVIA KDL-32W5800 war die Anpassung der Programmreihenfolge für analoge Programme recht schnell gefunden, aber wer nutzt so einen Fernseher für analoges Fernsehen. Die Änderung der Reihenfolge der Programme (und damit die Nummern der Programme) für digitalen Empfang musste ich allerdings erst lange suchen, ich hab es aber gefunden. Die extrem dünne Bedienungsanleitung gibt bei dieser Frage überhaupt keinen Hinweis. Da ich bei der Suche nach der Lösung viele andere suchende Nutzer gesehen haben, schreibe ich hier die gefunden Lösung auf:

Im Hauptmenü (Taste HOME) auf “Einstellungen”, “Digitale Einstellungen” , bei Kabelempfang “Digitaler Suchlauf” und dann “Programmliste” wählen. Dort dann mit Auf- und Ab-Pfeil auf ein zu verschiebendes Programm gehen, Rechts-Pfeil drücken, auf neue Position schieben, Links-Pfeil drücken, fertig. Diese Prozedur solange wiederholen, bis alle Programme in der gewünschten Reihenfolge sind.

Mit der Reihenfolge werden die Programmnummern angepasst. In dieser Reihenfolge kann dann über die +/-Taste durch die Programme gezappt werden. Werden Favoritenlisten angelegt, dann habe die Programme dort auch die gleichen Nummern.

Ob die Einstellung der Programmreihenfolge für Satellitenempfang auch so funktioniert, kann ich erst sagen, wenn ich meine Schüssel angebracht habe.

Info: Wegen des sehr mageren Handbuchs habe ich eine Website gestartet, auf der ich den Aufbau eines Online-Handbuchs für die SONY-Fernseher der Serie BRAVIA W5800 betreibe, ich hoffe auf rege Unterstützung und viele Ideen zu undokumentierten Menüfunktionen:

https://sites.google.com/site/handbuch5800

Videos vom USB-Stick am Sony BRAVIA KDL-32W5800

Geschrieben in TV von Michael am 29 Dezember 2009

Ich habe versucht FullHD-Videoclips von einem USB-Stick auf meinem neuen Sony KDL-32W5800 abzuspielen. Ich habe die Videoclips aus dem Internet herunter geladen, es sind Demo-Clips und Film-Trailer. Zunächst habe ich festgestellt, dass die Videoclips am Fernseher nur zur Auswahl angeboten werden, wenn sie die Dateiendung mpeg oder mp4 haben. Möglicherweise gehen noch andere Endungen, aber mov und avi werden nicht in die Auswahlliste aufgenommen.

Bisher ist es mir nur gelungen Videos im MPEG2-Format in DVD-Auflösung anzusehen, also nicht in einem HD-Format im MPEG4-Container. Alle HD-Clips haben ich dann mit dem freundlichen Linux-Programm “mediainfo” genauer analysiert und festgestellt, dass die HD-Clips eigentlich alle in einem sinnvollen HD-Format sind. Sie sind immer in einem MPEG4-Container, mit H.264(AVC)-Videotracks (entweder Baseline-Level4.1 oder High-Level4.1) mit 24 oder 30 Bilder/s und mit Audiotracks in AAC 48khz entweder 2-Kanal oder 5.1.Kanäle. Das hört sich alles richtig an.

Ich habe jetzt vermutet, dass die Übertragungsgeschwindigkeit des USB-Sticks für HD nicht ausreicht (die HD-Clips haben gemäß mediainfo maximale Bandbreiten von 7 bis knapp 9 Mbit/s), das funktionierende MPEG2-Video bringt nur maximal 2,2 Mbit/s. Ich habe daraufhin die Clips auf eine externe 3,5-Zoll Festplatte kopiert, da gab es dann aber die Überraschung, dass die USB-Schnittstelle am Fernseher nicht genug Strom zur Versorgung der USB-Festplatte hergibt. Diese Festplatte kann ich also an dem Fernseher nicht benutzen.

Jetzt bleiben mir noch zwei weitere Experimente offen: eine 5,25-Zoll-USB-Festplatte mit eigener Stromversorgung, und dann noch der Weg über die LAN-Schnittstelle und einem DLNA-Server, was ja ein ganz anderer Ansatz ist. Ich werde darüber berichten.

Info: Ich habe eine Website gestartet, auf der ich den Aufbau eines Online-Handbuchs für die SONY-Fernseher der Serie BRAVIA W5800 betreibe:

https://sites.google.com/site/handbuch5800

Default Drucker unter Ubuntu ändern

Geschrieben in Linux von Michael am 19 Oktober 2009

Ich habe ein Weilchen gesucht, um herauszufinden, wie man den Default-Drucker unter Ubuntu (9.04) ändert. Das Problem ist aufgetreten, nachdem ich zunächst direkt mit CUPS meinen Canon-Drucker verwendet habe. Da wurden mir allerdings nur wenige Optionen angeboten. Ich wusste aber, dass mein Drucker viel mehr kann, insbesondere viele verschiedene Auflösungen. Da habe ich mich dann für Turboprint entscheiden, also etwas Geld ausgegeben. Mit Turboprint habe ich dann meinen Canon-Drucker zusätzlich eingerichtet. Daraufhin erscheint jetzt mein Drucker im CUPS zweimal (mit etwas unterschiedlichen Namen).

Wenn ich jetzt mit Firefox etwas drucken wollte, wurde mir aber als Default-Drucker immer noch der einfache Druckertreiber angeboten, den Turboprint-Treiber musste ich immer wieder manuell auswählen. Im CUPS habe ich keine Stelle gefunden, an der ich darauf Einfluss nehmen kann. Aber, es gibt die Datei “lpoptions”, die bei Ubuntu im Verzeichenis “.cups” unterhalb vom Home-Verzeichnis (Persönlicher Ordner) liegt. (Im Filebrowser Nautils werden unsichtbare Dateien und Verzeichnisse mit Strg-H sichtbar.) In dieser Datei “lpotions” steht in der ersten Zeile hinter dem Wort “Default” der Name des Default-Druckers. Nachdem ich mit Hilfe von Gedit an dieser Stelle den Druckernamen meines Turboprint-Druckers eingetragen habe und die Datei wieder gespeichert habe, hat ohne weitere Aktivitäten Firefox schon den Turboprint-Druckertreiber als Default-Drucker akzeptiert. Geschafft.

Wen es interessiert, hier der Link zu Turboprint.

Wo bleibt das Elektroauto?

Geschrieben in Allgemein von Michael am 3 Oktober 2009

Am 30.9.09 habe ich in der ARD eine Dokumentation über den aktuellen Stand der Einführung von Elektroautos angesehen. Nach der Sendung bin ich fast explodiert vor Tatendrang, etwas zu tun. Mit der Sendung wurde mir klar, dass die Hersteller schon viel weiter seinen könnten, wenn sie nur wollten. Es war zu sehen, wie die aktuelle Autoindustrie die Einführung von Elektroautos behindert und unterdrückt. Und es war zu sehen, dass es ein paar aktive Menschen auf der Welt gibt, die sich gegen diese Autoindustrie auflehnen und selbst Hand anlegen, sogar mit Erfolg.

Ich würde gern sofort auch Aktivitäten entwickeln, um es den unwilligen Autoherstellern zu zeigen, und um Mensch, die schon bereit sind, doch Elektroautos anzubieten. Aber ich habe keine Verbindungen zu Leuten, die die richtigen Verbindungen zu den richtigen Teileherstellern haben. Schade. Aber ich werde jetzt versuchen, ob ich in irgendwelchen Foren vielleicht doch die richtigen Leute kennen lernen kann, um in den nächsten Jahren was zu bewegen.

Hier der Link zur Sendung in der ARD-Mediathek (44 min): http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3065350

Die Sendung ist wirklich sehenswert.

Digitalisierte Filme mit Cinelerra unter Linux bearbeiten

Geschrieben in Linux von Michael am 14 April 2009

Ich habe eine Sammlung von etwa 30 Filmrollen Normal-8-Filme von meinen Eltern geerbt, die ältesten von 1941. Das sind fast 70 Jahre alte Familienfilme. Und wir besitzen schon lange keinen Projektor mehr, um die sichtbar zu machen. Da habe ich jetzt einen Digitalisierungsanbieter gesucht, der in meiner Nähe tätig ist (Berlin), dem ich die alten Filme persönlich übergeben kann, und der dann für einen vernünftigen Preis eine gute Arbeit macht. Ich habe mich für www.schmalfilm-archiv.de entschieden, wie ich inzwischen weiß, eine gute Entscheidung.

Herr Behme von schmalfilm-archiv.de digitalisiert die Filme im Einzelbildverfahren, also jedes Filmbild wird ein JPEG und die kommen in eine AVI-Datei, das nennt sich dann MJPEG. Herr Behme bietet die Digitalisierung zwar auch im DVD-Format (720×576) an, empfiehlt aber die bessere FullHD-Auflösung (1920×1080), denn damit hat man eine Rohdatei aus der sich jetzt eine DVD-Auflösung errechnen lässt und später ohne kostspielige erneute Digitalisierung dann eine FullHD-Blueray-DVD erstellen lässt (oder auch gleich, wer schon einen Blueray-Brenner und eine FullHD-Fernseher hat).

Weil diese MJPEG-Rohdateien nicht direkt gebrannt und angesehen werden können, wird eine Videoeditier-Software für die Verarbeitung der Dateien benötigt. Sie wird auch deswegen benötigt, weil es im allgemeinen sinnvoll ist, Kontrast und Helligkeit anzupassen, und es sicher auch manchmal fehlbelichtete Stellen und schlechte Klebestellen gibt, die man gerne herausschneiden möchte. Außerdem benötigt man eine Software für die Zusammenstellung aller benötigter Dateien für eine normgerechte DVD.

In der Windows- und Mac-Welt gibt es ein paar kommerzielle Programme, die diese Aufgaben komplett erfüllen können (allen voran wohl Adobe Premiere). Diese Programme lesen die FullHD-MJPEG-Dateien und verarbeiten sie bis hin zur fertigen DVD oder Blueray-DVD. Ich bin allerdings vor einigen Monaten endgültig von Windows (XP) zu Linux (Ubuntu) umgestiegen und habe deshalb nach einer Lösung gesucht, die mir die gewünschte Videobearbeitung unter Linux ermöglicht. Dabei war auch ein Ziel, auf keinen Fall Programme selbst kompilieren zu müssen, sondern möglichst Software zu verwenden, die für Ubuntu erstellt worden ist, oder sich zumindest sicher mit Ubuntu verträgt. Und natürlich soll es freie Software sein.

Nach einiger Recherche habe ich erkannt, das es im Moment keine Lösung gibt, die so komplett von der Roh-Datei bis zur DVD alles kann und leicht zu installieren ist. Ich habe mich dann für ein Dreiergespann entschieden, von denen zwei Komponenten (ffmeg und DeVeDe) direkt aus dem Ubuntu-Repository installierbar sind, und die Hauptsoftware (Cinelerra) für die es eine eigenes Ubuntu-Repository gibt. Damit war die Installation, wie unter Ubuntu gewöhnt, problemlos machbar.

Ein Alternative schien LiVES (lives.sourceforge.net) zu sein, allerdings muss man sich das selbst kompilieren, was ich tatsächlich auch erfolgreich geschafft habe. Dann kam aber die Ernüchterung, dass LiVES irgendwie nicht richtig durchdacht ist. Das Öffnen der Rohdatei und jeder nachfolgende Bearbeitungsschritt führt jedes mal eine Komplettberechnung des gesamten Films durch, was bei einem 15min-Film je Schritt 1,5 Stunden dauern würde. Das geht natürlich gar nicht.

Wofür verwende ich die drei ausgewählten Komponenten:

ffmpeg

ffmpeg (Wikipedia) ist ein extrem leistungsfähiger Video- und Audio-Konverter. Hier haben Videofreaks aus der ganzen Welt alles eingebaut was man braucht um Video- und Audio-Dateien der exotischsten Format in ein anderes Format zu konvertieren. Es handelt sich hier um ein Schweizer Messer für Videobearbeiter. ffmpeg wird sowieso als Voraussetzung für Cinelerra benötigt. Ich verwende es jedoch auch, um die Roh-Dateien vor der eigentlichen Bearbeitung in ein Format zu konvertieren, dass die Bearbeitungssoftware Cinelerra versteht. Da ist Cinelerra etwas wählerisch, es versteht praktisch nur mpeg-Dateien. Da man mit ffmpeg aber Einfluss auf fast alle Video-Parameter hat, kann man sich eine mpeg-Datei erstellen, die zwar schlechter ist, als das MJPEG-Original, aber immer noch wesentlich besser ist, als das stark komprimierte DVD-mpeg-Format am Ende der Bearbeitung.

Ein DVD-mpeg darf eine maximale Bitrate von 6MBit/s nicht überschreiten und speichert üblicherweise nur jedes 20ste bis 30ste Bild als JPEG und alle Zwischenbilder nur als Differenz zum vorherigen Bild. Damit wird die auf DVDs übliche hohe Komprimierung erreicht. Ich konvertiere die FullHD-Rohdatei mit ffmeg in ein Mpeg2-Format, bei dem es keine Diffrenzbilder gibt, sondern nur vollständige Bilder, und bei dem die Biterate auf hohe 10MBit/s begrenzt wird. Natürlich wird auch das FullHD-Format in DVD-Format 720×567 verkleinert. Die so entstandenen Zwischendateien lassen sich prima mit Cinelerra bearbeiten und sind doch noch ein gutes Ausgangsmaterial.

Diese Konvertierung ist allerdings ein Kommandozeilen-Schritt, der dann so aussieht (alles in eine Zeile schreiben):

ffmpeg -i rohdatei.avi
       -s 720x576
       -aspect 4:3
       -b 10000k
       -me_method zero
       -vcodec mpeg2video
       zwischendatei.mpeg
       -cropleft 240
       -cropright 240

Die Inputdatei rohdatei.avi wird ins Format 720×576 mit Seitenverhältnis 4:3 und einer maximalen Bandbreite von 10MBit/s und ohne Differnzbilder in das Format MPEG2-Video in die Datei zwischendatei.mpeg konvertiert, dabei werden noch vom FullHD-Input (im 16:9-Format) die seitlichen schwarzen Ränder abgeschnitten. Dieser Schritt wird von meinem 3GHz-Pentium4-Rechner mit etwa 18 Bilder/s durchgeführt, eine 15min-Film brauch also etwa 20 min.

Cinelerra

Cinelerra (wikipedia) (Ubuntu-Repository) ist ein vollwertiges, schon sehr leistungsfähiges Videobearbeitungsprogramm mit sehr viel Filtern und Trickfunktionen. Ich habe es verwendet, um den automatischen Gamma-Korrekturfilter zu verwenden, und um die Schwarzweißfilme endgültig von allen Farbinformationen zu befreien. Außerdem habe ich damit einzelne Bilder aus dem Film herausgeschnitten wegen schlechter Klebestellen und ich habe Vor- und Nachspann abgeschnitten. Diese Schritte lassen sich mit Cinelerra prima ausführen.

Auch das Laden eines Films geht sehr schnell und die Korrekturen werden sofort sichtbar, ohne dass der ganze Film neu berechnte werden muss. Alle Korrekturen werden zunächst nur auf das jeweils angezeigte Bild angewendet. Erst am Ende, wenn man alle Schnitte und Korrekturen ausgewählt hat, gibt man dem Cinelerra die Aufgabe den endgültigen Film zu rendern (zu errechnen). Prinzipiell kann Cinelerra diese große abschießende Aufgabe sehr gut auf mehrere Prozessoren und sogar auf mehrere PCs im Netz (Renderfarm) verteilen. Ich habe diese Aufgabe aber nur meinen einen 3Ghz-Pentium4 übergeben, da hat der da dann an einem 30min-Film knapp 6 Stunden herumgerechnet, aber mit vollem Erfolg und ohne Absturz.

Allerdings ist das Ergebnis eine einzige MPEG2-Datei (auch größer als 1GB), die zwar prinzipiell im richtigen DVD-Format ist, aber so noch nicht auf die DVD kann.

DeVeDe

DeVeDe (Info) ist nun das dritte Programm. Es ist ein Programm, mit dem man ohne großes Lernen sehr schnell aus Bildern und MPEG2-Dateien ein richtiges DVD-Image erstellen kann. Ich habe ein einfaches Menü mit Hintergrundbild zur Auswahl von 3 Filmen erstellt und die zugehörigen 3 MPEG2-Dateien angehängt. Wenn diese größer als 1GB sind, zerlegt DeVeDe die Dateien normgerecht in mehrere Dateien von maximal 1GB. Das Ergebnis von DeVeDe ist entweder eine Verzeichnisstruktur mit allen benötigten Dateien, oder auch ein brennbares Image. Je nach Brennprogramm kann damit eine DVD gebrannt werden.

Da meine Linux-Rechner keinen DVD-Brenner enthält bin ich mit der fertigen Verzeichnisstruktur auf einer externen Festplatte zu einem Windows-Rechner gegangen und habe dort mit Nero DVDs gebrannt. Das Ergebnis läuft problemlos auf verschiedenen Billg-DVD-Playern und die Qualität der Filme ist Spitze.

Samsung R510 Aura T3200

Geschrieben in Allgemein von Michael am 6 Dezember 2008

Ich habe heute das Notebook SAMSUNG R510 Aura bei Media-Markt gekauft. Weil ich im Vorfeld nicht so richtig viel Informationen über das Gerät im Internet gefunden habe, schreibe ich hier einmal auf, was ich nach dem Auspacken alles für Details berichten kann:

Erstmal die technischen Daten:

SAMSUNG Model NP-R510-FSX1DE
Prozessor Intel Pentium Dualcore T3200 2×2,0 GHz
Phoenix-BIOS
Hauptspeicher 2x2048MB DDR2 667MHz (3GB für Vista sichtbar)
gem. SiSoft Sandra: maximal 8GB RAM DDR2/DDR3, FSB max 800MHz
Festplatte 320 GByte (WDC WD3200BEVT)
DVD-Laufwerk nicht Doublelayer-Brenner (TEAC DV-W28S-R)
Grafikkarte nVIDIA 9200M GS 512MByte
LAN 10/100/1000 MB/s (Marvell Yukon 88E8055)
WLAN 802.11b/g (Atheros AR5007EG)
Webcam Namuga 1,3 MPixel
Gehaüse außen mattschwarz, innen silber/schwarz
Anschlüsse: 1xLAN, 3xUSB, VGA, HDMI, Mikro, Kopfhörer, SD-Card, PCI-Express-Card
Netzteil: 19V 4,74A wird ziemlich heiß
Akku: Li-Ion 11,1V 4000mAh
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium 32Bit
zusätzlich: MS-Office 2007 60 Tage Trial Demo

Nach dem ersten Start hat sich Windows Vista installiert, und dann die Samsung Recovery Solution ein Backup der Partition C auf Partition D durchgeführt. Bei der Erstinstallation wird eine Aufteilung der Festplatte in zwei gleichgroße Partitionen a 144 GB angeboten, zusätzlich ist eine nicht sichtbare Partition mit 10GB entstanden.

VOIP-Wechsel von 1&1 zu Sipgate mit Fritz!Box und Kabel-Deutschland

Geschrieben in Fritz-Box,VOIP von Michael am 20 November 2008

Nachdem wir schon im Frühjahr einen Internetanschluss von Kabel-Deutschland eingerichtete haben (mit Wechsel von 1&1-DSL und Weiternutzung der Fritz!Box, siehe unten) und inzwischen 8 Monate mit schönen 30 MBit Download und 2 MBit Upload surfen, sowie gleichzeitig unsere zwei Haupt-Telefonnummern von einem Telekom-ISDN-Anschluss zu den zwei Analog-Anschlüssen von Kabel-Deutschland gewechselt haben, lief aber unser 1&1-DSL-Vertrag leider noch 8 Monate bis Mitte Oktober weiter.

In dieser Zeit sind wir zwar nicht mehr über die Telefonleitung (DSL) ins Internet gegangen und haben darüber auch nicht mehr ISDN-telefoniert, aber wir hatten für unsere Kinder über 1&1 drei VOIP-Telefonnummern eingerichtet und über unsere Fritz-Box genutzt. Diese 1&1-VOIP-Nummern haben wir bis Mitte Oktober weiter genutzt. Immerhin war da ja eine Festnetz-Flatrate mit drauf, die wir mit dem weiterlaufenden 1&1-Vertrag ja immer noch bezahlt haben. Technisch war das gar kein Problem, der 1&1-VOIP-Server war natürlich problemlos auch über den Kabel-Deutschland-Internetanschluss erreichbar.

Nun lief der 1&1-DSL-Vertrag aber Mitte Oktober aus und die VOIP-Nummern der Kinder wären dann verfallen. Das wollten wir nicht, und deshalb haben wir uns nach einer Alternative umgesehen. Ich hatte mir schon vor einigen Jahren einen kostenlosen VOIP-Account bei Sipgate (www.spigate.de) eingerichtet, und damit erfolgreich getestet. Zu so einem Sipgate-Basic-Account gehört dann genau eine Telefonnummer aus dem örtlichen Telefonnummernkreis. Diese Telefonnummer setzt sich in Berlin aus der Vorwahl plus 3 festen Zahlen plus der 6-stelligen Kundennummer bei Sipgate zusammen. Damit konnte man mich von außen anrufen und ich konnte für 1,79 ct/min ins Festnetz telefonieren, was ich auch einmal probiert habe. Dazu musste ich ein kleines Guthaben bei Sipgate hinterlegen.

Nach diesen Vorerfahrungen habe ich jetzt die weiteren Angebote von Sipgate geprüft, und fand das Angebot Sipgate-Plus mit Sipgate-Flat genau richtig für uns. Zu Sipgate-Plus gehören 4 Telefonnummern und drei SIP-Accounts. So kann man 3 der Telefonnummern für unabhängige Geräte nutzen und eine Telefonnummer bleibt übrig für die im Account mit enthaltene Web-Fax-Funktionalität. Die neuen 4 Telefonnummern sind die bisherige Nummer mit jeweils einer 0, 1, 2 oder 3 hinten dran. Auf der Webseite kann man nun konfigurieren, welche der Nummern zu den jeweiligen SIP-IDs geleitet wird, und welche Nummer für die FAX-Funktionalität gehören soll. Das geht wirklich komfortabel und übersichtlich.

Auf dieses Sipgate-Plus haben wir etwa vier Wochen vor dem Ende des 1&1-Vertrags umgestellt und dann einen der VOIP-Anschlüsse der Kinder in der Fritz!Box probeweise umkonfiguriert, um das zu testen. Die Telefone der Kinder betreiben wir als ISDN-DECT-Schnurlostelefone, bei der die ISDN-Basisstation an dem internen ISDN-Anschluss der Fritz!Box 5050 angeschlossen ist. Das war auch schon so, als diese Apparate über 1&1-VOIP liefen. Die Umkonfiguration in der Fritz-Box ging problemlos, da alle benötigten Daten vollständig und übersichtlich auf der Webseite von Sipgate zu finden sind. So musste also nur SIP-ID, Kennwort und SIP-Server geändert werden, und fertig. Die Telefonnummer unter der diese Zugänge von der Fritz!Box an die ISDN-Basisstation signalisiert werden (MSN) haben wir nicht verändert, so brauchte die ISDN-Basisstation gar nicht angepasst werden.

Und jetzt kommt das spannendste Thema, zu dem man schon viele Horrorgeschichten gehört hat. Gleichzeitig mit dem Wechsel von Sipgate-Basic zu Sipgate-Plus habe wir die Nummernportierung der drei Telefonnummern der 1&1-VOIP-Anschlüssen von 1&1 zu Sipgate bei Sipgate beantragt. Das ließ sich leicht über die Webseite von Sipgate erledigen. Am Ende der Beantragung erhält man ein fertig ausgefülltes Formular zum Ausdrucken, dass man dann unterschreiben und zu Sipgate faxen oder schicken muss. Interessanterweise stand auf dem Formular schon drauf, von woher diese Telefonnummern kommen, obwohl das nicht abgefragt wurde. Da hatte man schon online in eine zentrale Datenbank geschaut.

Interessant ist hierzu auch: Auf der Portierungswebseite steht, dass man bei seinem bisherigen Telefonanbieter nicht selbst kündigen darf, sondern dass das von Sipgate im Rahmen des Portierungsauftrags getan werden muss, damit alles reibungslos klappt. Da hatte ich zunächst ein Schreck bekommen, denn wir hatten unseren 1&1-Vertrag ja schon Monate vorher selbst gekündigt. Eine Rückfrage per Email an Sipgate (mit schneller Antwort) ergab aber diese Information: das gilt für Portierungen von der Telekom, und wohl auch anderen richtigen Telefonanbietern, aber nicht bei der Portierung von VOIP-Nummern von 1&1. Wer da also auf Nummer Sicher gehen will, sollte rechtzeitig bei Sipgate anfragen, ob die Kündigung durch einen selbst, oder durch Sipgate der richtige Weg ist. Wir hatten es also zufällig für den 1&1-Fall richtig gemacht, Glück gehabt.

Jetzt mussten wir nur noch auf den Tag X warten. Das 1&1-Vertragsende lag auf einem Samstag, also Samstag noch Vertrag, Sonntag nicht mehr. Sipgate hatte aber geschrieben, dass Portierungen nur Wochentags ausgeführt werden. Das hat die Spannung noch etwas erhöht. Was ist nun tatsächlich passiert: In der Nacht von Samstag zu Sonntag war Ende mit VOIP bei 1&1, die Fritz-Box schaffte am Sonntag kein Login mehr am 1&1-SIP-Server. Ich hatte dann schon am Sonntag für alle drei Nummern die Daten der Sipgate-Accounts eingerichtet, woraufhin sich die Fritz-Box erfolgreich am Sipgate-SIP-Server angemeldet hat. Allerdings konnten am Sonntag nur die Sipgate-Telefonnumern angerufen werden und natürlich raus telefoniert werden. Am Montag dann, kurz nach Mitternacht kam eine Email von Sipgate, dass jetzt die Nummern an Sipgate übergeben worden sind, und im Laufe des Tages über den SIP-Server von Sipgate erreichbar sein werden. Als ich am Montag nach der Arbeit nach Haus kam und dann die alten VOIP-Nummern probiert habe, hat alles funktioniert. Ich musste auf der Webseite von Sipgate nur noch zuordnen, welche der portierten Nummern auf welchen Account laufen sollen. Jetzt hat jedes SIP-Account also zwei Nummern, die von Sipgate und die portierte ehemalige 1&1-VOIP-Nummer. Es läßt sich auch bei Sipgate einstellen, welche dieser zwei Nummern nach außen signalisiert wird, also der Gegenstelle gezeigt wird.

Ich kann damit sagen, es hat alles reibungslos und ohne Verzögerungen geklappt. Super. So stellt man es sich vor. Was hört man für Geschichten, wenn an so einem Portierungsprozess die Telekom beteiligt ist.

Unsere endgültige Konstellation ist jetzt also: Wir haben nur noch eine Leitung nach außen, das Kabelfernseh-Kabel zu Kabel-Deutschland. Darüber kommen Kabelfernsehen, Internet, 2 am Ende analoge Telefonanschlüsse und 3 VOIP-Anschlüsse. Alles läuft über das Kabelmodem und die nachgeschaltete Fritz!Box 5050. Die gute alte Telefonleitung mit ihren zwei dünnen Drähtchen hat bei uns ausgedient und ist jetzt tot. Für die heutigen Datenmengen für Internet und VOIP ist das Koax-Kabel sowieso die viel bessere Lösung, die auch noch reichlich Reserven für die Zukunft bietet. DSL ist nur ein krampfhafter Versuch und eine Schnappsidee der Besitzer der Zeidrahtleitungen (Telekom) mit engen technischen Grenzen. Nur in Westeuropa, besonders in Deutschland gehen die Menschen per DSL ins Internet, in den meisten anderen Ländern sind es die Kabelfernsehkabel, weil die dafür auch einfach viel besser geeignet sind.

Abschließend noch was zu den Preisen: Bis Anfang des Jahres haben wir mit Telekom-ISDN + 1&1 3-DSL gelebt zu einem Preis von 70 Euro pro Monat und nur DSL3000 wegen der Entfernung zur Vermittlungsstelle. In der Übergangszeit haben wir mit Kabel-Deutschland plus 1&1 DSL gelebt zu einem Preis von 39,90 + 29,90 also auch etwa 70 Euro pro Monat aber mit zehnfacher Intern-Geschwindigkeit. Jetzt nutzen wir Kabel-Deutschland plus Sipgate zu 39,90 + 10,80 also etwa 50 Euro pro Monat für 30MBit Internet plus 5 Telefonanschlüsse mit Festnetz-Flatrates. Das empfinden wir als korrekten Preis für die Leistungen, und wir sind auch voll zufrieden mit der Zuverlässigkeit dieser Lösung.

Hier die Links zu den vorigen Beiträgen zu dem ganzen Thema:

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